Sverresborg folkemuseum Deutsch
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Die Stabkirche von Haltdalen
Das Detli-Haus
Das Vika-Haus

Die Altstadt

Die alten Städten waren sehr brandgefährdet, weil Holzhäuser mit Torf- oder Holzdächern dicht an einander gebaut waren. Trondheim ist von grösseren und kleineren Stadtbränden zerstört geworden.
1681 wurde das mittelalterliche Trondheim im Hornemannsbrand zerstört. Die Stadt wurde von General Caspar von Cicignon neu geplant, mit breiten, zu einander rechtwinklig liegenden Strassen und mit grossen Häuserblöcken. Innerhalb der Häuserblöcke lagen die alten mittelalterlichen Strassen als schmale Gassen, ein Grundriss, den wir heute noch in der Stadtmitte von Trondheim sehen können.

1708 brannte die Stadt wieder, sodass es in der Stadt kaum noch Häuser aus der Zeit vor 1708 gibt.
Das neue Stadtbild war geprägt von Häusern mit gehobeltem und profiliertem Paneel, zumindest an den Vorderfronten, mit kunstvollen Leisten und schönem Rahmenwerk um Türen und Fenster. Farben und Muster änderten sich mit den wechselnden Stilrichtungen. An den breiten Strassen lagen die stattlichen Häuser der Grossbürger, während gewöhnliche Leute ihre kleineren und einfacheren Häuser in den Gassen bauten. Dennoch hatte diese Holzstadt ein einheitliches Gepräge von 1708 bis fast 1900. Die Häuser in der Altstadt des Museums repräsentieren diese Stadt, zeigen aber Züge aus verschiedenen Zeiten und verschiedenen Verhältnissen.

Die breiten Strassen waren teilweisse gepflastert, aber noch vor ein paar Jahrhunderten wurden sie beschrieben als öde, staubige Sandwüsten mit wenig täglichem Leben. Die Gassen waren meistens mit Kies und Erde bedeckt, die im Regen zu tiefem Matsch werden konnten. Nachts war die Stadt dunkel. Es gab keine Strassenbeleuchtung, und die meisten Leute schlossen abends die Fensterläden im Erdgeschoss, als Schutz gegen Zugluft und Einbrecher. Einige wenige Grossbürgerhäuser hatten eine Laterne bei der Eingangstür, aber erst 1826 kamen die 20 ersten öffentlichen Öllaternen im Gebrauch, die bei den öffentlichen Wasserpumpen standen. Ab 1853 kamen Gaslaternen mit besserem Licht, und 1901 kam die erste elektrische Strassenbeleuchtung.



Die Häuser in der Stadt waren meistens sogenannte Bygårder („Stadthöfe“); Hauseinheiten, die aus Hauptgebäude, geschlossenem Innenhof und Neben- und Hintergebäuden bestanden. Der Wohnteil lag zur Strassenseite und häufig auch in einem Seitenflügel. Im Innenhof gab es Waschküche, Klo und den Stall mit Heuboden auf dem Dachboden, und in den Höfen der Handwerker befanden sich Werkstätten. Ein solcher Bygård war eine ganze kleine Welt. In einem Kaufmanns-Bygård gab es Platz für alle, die zum Hausstand und Betrieb gehörten, und in den Handwerker-Bygårder wohnten auch Gesellen und Lehrjungen. Wohnung und Arbeit waren am selben Ort, und über alles herrschte der Familienvater. Die reichen Kaufleute hatten auch grosse, schöne Bauernhöfe ausserhalb der Stadt, eine Art Ferienort wo Nahrungsmittel für den Hausbedarf und Heu für die Pferde der Familie geerntet wurden und Kühe den Haushalt mit Milch versorgten.



Die Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war dafür verantwortlich, dass Wohn- und Arbeitsort für viele getrennt wurden, und gleichzeitig zogen grosse Mengen Menschen vom Lande in die Städte. Viele Bygårder wurden zu engen, überfüllten Wohnhäusern. Wohlhabende Bürger bauten sich Villen ausserhalb der Stadtmitte, in schöner Umgebung, z. B. Singsaker und Steinberget. Für Arbeiter wurden grosse Wohnhäuser aus Holz oder Stein gebaut, um in Arbeitervierteln z. B. Møllenberg und Lademoen, mehr Wohnraum zu schaffen.

Die elektrische Strassenbahn nahm 1901 den Betrieb auf. Später kamen die Busse, und nach 1950 führte die wachsende Anzahl von Pkws dazu, dass die Wohnhäuser immer weiter weg von der Stadtmitte gebaut wurden. Gleichzeitig stieg die Einwohnerzahl, und 1964 wurden die Dörfer um Trondheim in die Stadtgemeinde eingegliedert.
Diese Entwicklung führte dazu, dass die alten Holzhäuser nicht mehr so überbewohnt waren, gleichzeitig aber wuchs die Forderung nach Abbruch, um Platz für neue Geschäftsgebäude zu schaffen. Viele betrachteten die alten Häuser als Slum, und vieles wurde abgerissen. Einige der Häuser wurden gerettet und bilden heute die Altstadt des Museums.